Unsere kleine

Auto-Sammlung

 

Warum?


Ohne Zweifel ist der Hang zum Automobil Peter in die Wiege gelegt worden. Und sein Vater ist nach wie vor die treibende  Kraft, wenn es um die Autos geht. Nach seiner Pensionierung war es für ihn eine willkommene Beschäftigung, aus den rostigen Metallstücken, die Peter nach Hause geschleppt hat, wieder vorzeigbare Autos zu machen - damit hat Opa es sogar in die Zeitung geschafft.
Bei der Gelegenheit - vielen Dank, Opa, Du hast da wirklich viel geleistet, und wir sind sehr stolz auf Dich!

Und das sind unsere Schätze:

DKW 3=6 F93 Coupé de Luxe Saxomat


Der kleine graue DKW hat eine ganz besondere Geschichte: 1959 wurde er von Peters Vater (der in der Werkstatt der örtlichen Auto-Union-Vertretung arbeitete) im Kundenauftrag als Neuwagen im Auto-Union-Werk Düsseldorf abgeholt.
18 Jahre lang war er in erster (Damen-)Hand, wobei er rund 90.000 km sammelte und unter anderem auch bis nach Südtirol kam, bis er 1977 nicht mehr durch die anstehende TÜV-Prüfung kam.
Daraufhin bekam Peters Vater den Wagen geschenkt, und zwar unter der Maßgabe, daß er nicht verschrottet wird. Anschließend stand das Auto bis 1987 in verschiedenen Garagen, wurde ein- bis zweimal pro Jahr mit rotem Kennzeichen bewegt und sollte letztlich wegen Platzmangel verkauft werden.
In letzter Minute konnte Peter seinen Vater dann noch davon überzeugen, den DKW zu behalten. Daraufhin ist er teilrestauriert worden und wird seitdem, regelmäßig zugelassen, bei schönem Wetter zum Vergnügen und zu Oldtimerveranstaltungen bewegt.
Peter mag ihn ganz besonders, weil der DKW schon seit seiner Kindheit zur Familie gehört und weil es ein herrliches Gefühl ist, bei schönem Wetter alle vier Seitenscheiben herunterzukurbeln und mit dem Auto gemütlich über kleine Landstraßen zu rollen.
Auch die automatische Saxomat-Kupplung hat es uns angetan. Zudem durfte Peter das Auto schon mit ungefähr zehn Jahren auf dem Parkplatz des Autohauses wo sein Vater arbeitete, bewegen, und tatsächlich konnte man sogar im vierten Gang anfahren, wie er damals herausgefunden hatte.

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Die kleine Audi-100-Sammlung


Eigentlich hat es ja ganz harmlos angefangen. Während Peters Eltern 1991 im Sommerurlaub waren, hat er aus der Tageszeitung einen zweitürigen Audi 100 GL Automatic gekauft. Für 600 DM gab es 112 PS, einen Frontschaden, der damit zusammenhing, daß eine vordere Bremsscheibe durch etwas überhöhten Verschleiß gesprungen und verloren gegangen waren, und jede Menge Rost.
Das war aber unwichtig, denn Peter wollte ihn ohnehin nur über Winter fahren und ihn dann seinem Schicksal überlassen. Allerdings hatte er dabei die Rechnung ohne seinen Vater gemacht... Kaum war der aus dem Urlaub zurück, hat er schon entschieden, daß Peter mit einem Auto in diesem Zustand auf gar keinen Fall in der Gegend herumfahren darf. Also hat er angefangen, das Auto auseinanderzureißen, um es in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Zwar blieben Motor und Getriebe im Auto, aber trotzdem wurde daraus eine Komplettrestaurierung, die natürlich bis 1992 dauerte und viel zu gut geriet, um das Auto danach noch im Winter oder auch nur im Alltag zu fahren.
Sporadisch zugelassen, haben wir den Zweitürer bis heute behalten und fahren ihn immer noch sehr gerne, wenn sich die Gelegenheit bietet. Und da er auf den Rücksitzen Gurte hat, ist auch Jenny gerne mit an Bord sein!

Als uns dann 1995 im Oldtimer-Markt eine Kleinanzeige auffiel, in der ein Audi 100 Coupé S zum Verschenken angeboten wurde, dachten wir vornehmlich an eine Gelegenheit, günstig an einen Reservemotor für den Zweitürer zu kommen. Also schnell angerufen, und wie es der Zufall wollte, erzählte die junge Frau am Telefon, daß das Auto in Nordhessen, in der Nähe von Bad Hersfeld steht. Zum vereinbarten Besichtigungstermin erschien dann der Exfreund von Peters Cousine. Der hatte das Coupé auf Wunsch der Cousine für sie gekauft und nach der Trennung erstmal in eine Scheune geschoben, die nun geräumt werden mußte.
Obwohl das Auto vom Zustand her sehr schlecht war, hat Peters Vater gleich beim Abladen zu Hause angefangen, mit der Blechschere durchrostete Partien der Frontmaske herauszutrennen. Innerhalb von kürzester Zeit hat er entschieden, daß er das Auto wieder aufbauen will. Das hat dann auch zwei Jahre gedauert, weil z.B. die hinteren Radläufe vierlagig (originaler Rost, Überziehblech, Überziehblech, Glasfasermatte) waren... die unteren 10-15 cm von Türen und Seitenteilen, Schweller, Bodenblech und Kofferraumboden, alles brauchte sehr viel Arbeit.
Gerade deshalb sind wir sehr stolz auf das Auto, denn wenn man es heute - mehr als 15 Jahre nach der Restaurierung - sieht, ahnt man nicht, wie schlecht es mal war. Außerdem steht es in Sinas persönlicher Favoritenliste ziemlich weit oben...

Der Dritte im Bunde kam auch schon 1996 zu uns. Zusammen mit Jörg Lohrbach hat Peter den 1974er Audi 100 LS mit 85-PS-Sparmotorisierung als Ersatzteilträger gekauft und am Bodensee abgeholt. In den Jahren davor nur als Winterauto gelaufen, schien der Rost aus jeder Spalte zu wuchern, und in dreckigem Weiß mit schmutziger beiger Innenausstattung sah das Auto nicht wirklich erhaltenswert aus. Bei näherer Betrachtung allerdings zeigte sich, daß der Wagen beizeiten eine gründliche Hohlraumkonservierung erhalten hat und als 1974er Zwischenmodell mit neuen, eckigen Kotflügeln, alter Ausführung der Vorderachse aber neuer Hinterachsausführung und der 85-PS-Sparmotorisierung (der Audi 100 LS hatte serienmäßig 100 PS, konnte aber auf Wunsch auch mit 85 PS geliefert werden) war er dann zum Verschrotten doch wieder zu schade. Also stand er bis 2004 in der Ecke, als Peters Vater, während Peter auf Dienstreise war, innerhalb von nur zwei Wochen sämtliche Blecharbeiten gemacht hat. Da sich im Laufe der Jahre alle nötigen Teile für das Auto angesammelt hatten, haben wir beschlossen, es nun auch zu Ende zu bringen. Allerdings sollte der Wagen nicht wieder langweilig weiß-beige werden, sondern wir wollten einen richtigen Lamettaträger aufbauen. So wurde er also resedagrün metallic-farben lackiert und bekam ein Vinyldach, getönte Scheiben, vordere Ausstellfenster, Hinterachs-Niveaulift, Anhängerkupplung, Radlaufchrom und nicht zuletzt eine grüne Kunstleder-Innenausstattung. Ein echter Hingucker, aufgebaut aus Resten, und als Viertürer mit großem Kofferraum ein echtes Familienauto...

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Ro80 Nummer Eins und Zwei


In den 70er Jahren fuhr Peters Vater Audi, was zweifellos sein Audi-Faible erklärt. Zudem ist es ein unglaublich schönes Gefühl, die Autos der Kindheit Jahrzehnte später selbst fahren zu können. Auch der Ro80 ist eine Kindheitserinnerung, die Peter nie wieder losgelassen hat. Denn während Vaters Audis zwar robust und sportlich, aber keinesfalls leise waren, hat ihn immer der Ro80 eines Bekannten fasziniert, der auch bei schneller Fahrt so ruhig war. Noch bevor er wußte, was ein Wankelmotor ist, hat er sich in dieses Auto verliebt und sich fest vorgenommen, selbst mal eins zu besitzen.
Und so hat er dann 1990 gleich zwei Ro80 mit vielen Gebrauchtteilen gekauft. Allerdings dauerte es noch bis 2000, bis der ältere der Wagen endlich restauriert wurde, während der zweite, jüngere schon Mitte der 90er Jahre ausgeschlachtet und verschrottet wurde. Vom Aufwand her war diese Restaurierung nicht zu rechtfertigen, allerdings wäre es noch viel schlimmer gewesen, zuzugeben, daß Peter 1990 im Glauben, vor dem letzten käuflich zu erwerbenden Ro80 der Welt zu stehen, nur einen Haufen Schrott gekauft hatte... Einige Bilder der Restaurierung gibt es hier bei den Fotos.

Ro80 Nummer Zwei kam dann schon 2002 ins Spiel. Da der rote Ro Peter für die regelmäßige Nutzung viel zu schade war, hat er gezielt nach einem blechmäßig gut erhaltenen Wagen gesucht, der sich mit geringem Aufwand in einen alltagstauglichen Zustand versetzen ließ. Dazu kam noch, daß es immer ein großer Wunsch von Peter war, einen der seltenen 130 PS KKM887-Versuchsmotoren von NSU zu bekommen. Der zweite Ro wurde also entsprechend saniert, bekam ein paar Modifikationen wie einen Hinterachsstabilisator und hintere Kopfstützen und den KKM887. Leider hat der KKM887 schon nach wenigen hundert Kilometern trotz aufwändiger (von einem szenebekannten Profi durchgeführten) Restaurierung seinen Dienst quittiert und war bis heute nicht wieder in Gang zu bekommen, so daß der Wagen im Moment mit Serienmotor ausgerüstet ist, aber Peter arbeitet immer noch daran, sein persönliches Versuchsfahrzeug mit 887er Motor fertigzustellen. Trotzdem hat uns dieser Wagen viel Freude gemacht, besonders 2006, als er als Wohnwagen-Zugfahrzeug extravaganter, aber zuverlässiger Begleiter in zwei schönen Urlauben war.
Als kleine Highlights hat der gelbe Ro nun ein Blaupunkt Bamberg Electronic Vollstereo Cassettenradio und einen Dana Speedostat III Tempomaten - entspannt cruisen mit stilechter Musik ist angesagt!


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Unser ehemaliger Südwind


Wohnwagen gab es in Peters Familie eigentlich immer, und damit verbunden sind viele schöne Kindheits- und Urlaubserinnerungen. Peter hatte sich zwar schon lange überlegt, einen kleinen Wohnwagen für den Besuch von mehrtägigen Oldtimertreffen anzuschaffen, aber so richtig konkret war das nie. Als dann allerdings auf der Pinwand seiner Arbeitsstelle ein 1969er Knaus Südwind angeboten wurde, der zudem noch seit Anfang der 70er Jahre ungenutzt in einer trockenen Garage gestanden hat, haben wir doch zugeschlagen. Der Kauf war ein ganz besonderes Erlebnis, die weit über 80-jährige Besitzerin hatte handschriftlich aufgelistet, was wir zur Wiederzulassung zu tun haben, ebenso gab es handschriftliche Kaufverträge und Empfangsbestätigungen für Schlüssel und Papiere... Zu Peters großer Freude hat Sina, der er natürlich vor dem Kauf nichts erzählt hatte, die Neuanschaffung eher begeistert zur Kenntnis genommen und spontan beschlossen, daß wir damit nun auch in den Urlaub fahren können, was wir inzwischen auch mehrfach getan haben. Dabei zeigte sich, daß sogar das originale Baumwoll-Vorzelt nach fast vierzig Jahren immer noch in gutem Zustand ist.
Weil wir inzwischen festgestellt hatten, daß der kleine Knausi für richtige Familienurlaube doch zu klein und zu schade ist, haben wir ihn im Frühjahr 2012 verkauft und einen neueren, größeren Wohnwagen angeschafft.
Der Knausi hat in würdige Liebhaberhände gefunden, zur Erinnerung gibt es hier ein paar Fotos des Wohnwagens.